Tag 21, 28.07.2015 – von Flagstaff nach Kingman

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Heute sind wir ein besonders schönes und interessantes Stück der Route 66 gefahren.

Zwischen Flagstaff und Williams zieht sich die 66 teilweise idyllisch durch den Kiefernwald, streckenweise führt sie sogar über Schotterpisten, wir ziehen eine riesige Staubwolke hinter uns her. Vor Williams machen wir noch etwa Kinderprogramm, wir besuchen das „Bearizona“, einen Wildtierpark, den man mit dem eigenen Auto durchqueren kann, mitten durch Bären, Bisons etc.

Dann erreichen wir Williams, eine richtig tolle 66-Kleinstadt mit vielen schön erhaltenen Diners, Motels und Geschäften. Wir essen stilecht unf gut im „Route 66 Cruisers Cafe“, das u.a. einen roten Hot Rod auf dem Dach und eine restaurierte Tankstelle aufweist. Nach einem Spaziergang durch das Städtchen geht es weiter Richtung Seligman. Hier beginnt ein besonders schöner und gut erhaltener Abschnitt der originalen Route 66 über eine Länge von ca. 150km.

Seligman ist dann natürlich Pflicht, ist hier doch die Heimat der berühmten Delgadillo-Brüder. Sie sind hauptverantwortlich dafür, dass die Route 66 in Arizona wiederbelebt wurde. Wir machen Halt im „Snow Cap Cafe“, dass heute von den Kindern des 2004 verstorbenen Juan Delgadillo geführt wird. Weitergeführt wird die Tradition, dass die Gäste etwas veralbert werden, z.B. wird man mit gelbem „Plastik-Senf“ bespritzt, oder wenn jemand einen „Straw“ (Strohhalm) verlangt, bekommt er ein Bündel Stroh…

Angel Delgadillo, „der Engel der 66“, der hier früher einen Friseurladen betrieben hat, ist mittlerweile um die 90 Jahre alt, leider haben wir ihn nicht angetroffen. Der ganze Ort präsentiert sich wie ein Route 66-Museum, mit diversen Shops, Restaurants und alten Motels. Wir trinken zum Abschluss den besten Kaffee auf unserer Reise, die Inhaberin des Ladens ist natürlich eine Schweizerin.

Nun ist es 16.00 Uhr und wir müssen uns entscheiden, ob wir hier übernachten oder bis Kingman weiterfahren. Da wir in Seligman eigentlich alles gesehen haben, entscheiden wir uns für die Weiterfahrt.

Also nehmen wir die rund 80 Meilen einsame, sich durch die Steppe Arizonas ziehende 66 unter die Räder. In Hackberry gibt es einen kleinen Zwischenhalt im „Hackberry General Store“, mit alter Tankstelle und diversen vor sich hin rostenden Oldtimern. Leider steht die rot-weisse 57-er Corvette, die auf vielen Route 66-Motiven abgebildet ist, heute in der Garage.

Gegen Abend erreichen wir dann Kingman, wo wir ein Zimmer im „Springhill by Marriot“ beziehen.

Morgen geht es dann bereits Richtung Kalifornien.

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