Tag 34, 10.08.2015 – Heimreise

So, nun geht es also leider wieder nach Hause. Den Morgen etwas vertrödelt, sind wir dann natürlich im Stress. Um 13.00 müssen wir unser Hotelzimmer verlassen, um 11.00 sind mal mit dem Frühstück fertig..

Zuerst das Auto komplett ausräumen, was da noch alles zum Vorschein kommt. Alles im Zimmer ausgebreitet, wird die Stimmung etwas gereizter. Wie sollen wir das alles bloss in unsere Koffer bringen? Noch ein paar Sachen aussortiert und in den Müllcontainer geworfen, bringen wir schliesslich alles irgendwie unter.

Also, Auto laden, auschecken und los geht’s Richtung Flughafen. Wir sind zwar früh dran, aber was soll es, warten müssen wir ja eh irgendwo. Auto abgeben, einchecken, Mittag essen, durch die Security, nun warten wir am Gate darauf, dass wir einsteigen können.

Eine unbeschreiblich tolle und erlebnisreiche Reise geht nun zu Ende. Wir haben so viel erlebt und so viele Eindrücke gewonnen, dass wir noch gar nicht alles verarbeiten können. Ich könnte jetzt so viel positives aufzählen, von den unglaublich freundlichen, immer aufgestellten und relaxten Menschen hier. Wir haben kaum einmal gestresste oder missmutige Leute gesehen. Den Platz, der hier noch zur Verfügung steht, dass hier einfach jeder nach seinem Geschmack sein Leben führen kann, ohne dass sich jemand anderes daran stört oder neidisch ist. Die tollen Landschaften und Städte. Ich könnte noch so viel aufzählen, aber man muss das einfach erlebt haben.

Natürlich gibt es hier Schattenseiten. Das soziale Gefälle ist immens, es ist schon erschreckend wie viele Leute in einem so zivilisierten Land auf der Strasse leben. Es gibt auch sonst bestimmt Probleme, aber die blenden wir Touristen halt lieber aus.

Wir würden das Meiste wieder genau so machen, einzig in L.A. würden wir weniger Zeit verbringen. Ansonsten hat alles sehr gut geklappt, und auch wir als Familie haben den Test mit Bravour bestanden. Ist halt doch etwas anderes, fast 5 Wochen auf engstem Raum zusammen zu verbringen.

Jetzt geht es zurück in den Alltag, aber die nächste Reise muss bestimmt nicht 20 Jahre warten.

Bye, bye an alle Leserinnen und Leser, danke für die zahlreichen Kommentare, die uns auf unserer Reise begleitet haben.

Tag 33, 09.08.2015 – San Francisco

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Am letzten Tag vor der Heimreise verabschiedet sich San Francisco mit Kaiserwetter, strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen.

Wir haben gestern Abend etwas tief ins Weinglas geschaut, daher stehen wir auch etwas später auf. Wir verzichten auf Frühstück und steuern direkt die Cable-Car Station an. Wir sind nicht die einzigen, welche mit der altehrwürdigen Strassenbahn fahren möchten und stehen erst mal an. Dann führt uns die Fahrt über die typischen Hügel von S.F. zum Union Square. Rund um diesen Platz befinden sich sämtliche renommierten Geschäfte und viele Restaurants.

In einem schönen, historischen Diner essen wir dann endlich Frühstück/Mittagessen. Nach einem Besuch im Disney-Store stehen wir wieder in die Warteschlange beim Cable-Car. Zurück an der Fisherman’s Wharf besuchen wir das „Ripleys, believe it or not“, ein Kuriositäten- und Rekordemuseum.

Nachdem wir uns im Hotel etwas ausgeruht haben, gönnen wir uns ein feines Abschlussessen mit Sicht auf die Bucht und Alcatraz.

Morgen heisst es dann zusammen packen, uns wird jetzt schon schlecht, wenn wir daran denken, was alles in unsere Koffer soll…

 

Tag 32, 08.08.2015 – San Francisco

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Heute haben wir so ein richtiges Touri-Programm absolviert. Zuerst geht es aufs Schiff, wir machen eine 1-stündige Rundfahrt zur Golden Gate Bridge und um die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz. Vom Schiff aus haben wir einen schönen Überblick über die Bucht von San Francisco.

Anschliessend besteigen wir einen oben offenen Doppeldeckerbus, wo man an verschiedenen Stationen aus- und einsteigen kann. So erhalten wir ohne Stress einen interessanten Querschnitt durch die verschiedenen Stadtviertel. S.F. ist eine sehr vielfältige Stadt mit bunten und lebhaften Quartieren. Natürlich gibt es auch die weniger einladenden Gebiete, uns fallen vor allem die vielen Obdachlosen auf. Ausgerechnet beim Aussichtspunkt zur Golden Gate Bridge ist der Akku der Kamera leer…..

Zurück Richtung Wharf gibt es ein spätes Mittagessen in einem Pub. Dort wärmen wir uns auch wieder auf, begleitet uns doch heue das S.F.-typische, windige, neblige und kühle Wetter.

Morgen steht dann noch Cable-Car auf dem Programm.

Tag 31, 07.08.2015 – von Monterey nach San Francisco

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Heute fahren wir als erstes den „17-Mile-Drive“, eine, wie es der Name sagt, 17 Meilen lange Rundtour um die Monterey-Halbinsel. Es geht durch Villenviertel und zu spektakulären Aussichtspunkten an der Küste. Wir sehen noch mal Seelöwen und viele Wale, die nahe der Küste vorbeiziehen. Am berühmten Pebble-Beach mischen wir uns unter die Schönen und Reichen und essen eine Kleinigkeit. Hier kostet eine Villa direkt an der Küste mal locker 23’000’000$!

So, jetzt sollten wir aber langsam los, damit wir heute noch nach San Francisco kommen. Also rein in den typisch kalifornisch dichten Verkehr, wir ahnen schon schlimmes. Aber nach Santa Cruz wird der Highway 1 wieder zur Küstenstrasse, mit wenig Verkehr und sehr schöner Küstenlandschaft. Auch das Wetter spielt jetzt wieder mit.

Schon bald erblicken wir die Skyline von San Francisco, und kurz vor dem Ziel geraten wir auch noch mal in die Rush-Hour. Schliesslich erreichen wir unser Hotel, das „Zephyr“, direkt an der Fisherman’s Wharf. Ein paar Schritte und wir sind mitten im Getümmel und am Pier 39, wo sich die Seelöwen auf einem Holzdeck tummeln. Das Hotel ist halt etwas lärmig gelegen. dafür erreichen wir praktisch alle Sehenswürdigkeiten zu Fuss.

Morgen machen wir vermutlich mal eine Bootstour und/oder fahren mit dem Cablecar.

Tag 30, 06.08.2015 – von Pismo Beach nach Monterey

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Heute geht es zuerst ein kurzes Stück auf den Freeway, dann steuern wir wieder Richtung Pazifik nach Morro Bay. Dort beginnt das schönste und spektakulärste Stück des Highway 1. Für fast 200km zieht sich eine kurvenreiche Strasse direkt der schroffen Felsküste entlang, mit unzähligen Aussichtspunkten. Leider spielt ausgerechnet heute, allerdings zum ersten Mal nach über 4 Wochen, das Wetter nicht ganz mit. Es ist neblig, mal mehr, mal weniger, aber ganz reisst es nie auf.

Wir halten in Cambria, einem kleinen Städtchen mit vielen kleinen Läden und Restaurants. In einer winzigen French Bakery geniessen wir echten Kaffee und richtiges Gebäck.

Das „Hearst Castle“ lassen wir aus, da auf dem Parkplatz bereits hunderte von Autos stehen, und fahren weiter zum „Elephant Seal Rockery, wo sich eine ganze Kolonie von Seeelefanten am Strand befindet.

Weiter geht es der schönen Küstenstrasse entlang, wir halten an diversen Aussichtspunkten. Plötzlich erblicken wir draussen im Meer Wasserfontänen, tatsächlich ziehen hier ganze Gruppen von Walen entlang.

Im „Point Lobos State Park“ gehen wir noch etwas spazieren und sehen Seelöwen, die sich auf einem Felsen ausruhen und im Meer schwimmen.

Schliesslich erreichen wir Monterey, wo wir im Hotel „Portola“ einchecken, direkt am alten Fischerhafen, wo wir einheimischen Fisch geniessen.

Trotz Nebel ein eindrücklicher Tag, an dem wir viel gesehen haben. Morgen geht es dann bereits nach San Francisco, wo wir die letzten Tage geniessen werden.

Tag 29, 05.08.2015 – von Santa Barbara nach Pismo Beach

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Vom Hotel fahren wir zunächst zur „Old Mission Santa Barbara“, einem 1746 von Franziskanermönchen gegründeten Kloster. In dieser Region existieren einige solcher Missionen, die ursprünglich vor allem von spanischen Mönchen gegründet wurden.

Weiter geht es durch das Santa Ylnez-Valley und über einen Pass nach Solvang, einem dänischen Dorf wie aus dem Bilderbuch. Entsprechend ist auch das Touristenaufkommen, die Japaner werden Car-weise angekarrt. Trotzdem ist das Städtchen sehr sehenswert, mit den typischen Gebäuden, die unzählige Restaurants und Läden beherbergen. Wir verköstigen uns landestypisch an einem „Smorgasbord“, einem typisch dänischen Buffet.

Die weitere Fahrt führt uns durch riesige Gemüse-, Obst- und Weintraubenkulturen. Ganze Armeen, vermutlich vor allem Mexikaner, von Erntehelfern pflücken Erdbeeren. Grün sind hier momentan nur die bewässerten Felder, sonst ist alles extrem trocken, staubig und braun. Das dürfte in Zukunft Kalifornien wohl noch vor grosse Herausforderungen stellen.

Schliesslich nähern wir uns wieder dem Pazifik, wo wir ein Zimmer im wunderschön gelegenen „Seacrest Ocean Front Hotel“ in Pismo Beach beziehen. Das Hotel liegt direkt am Meer und wir bekommen sogar das letzte Zimmer mit Meersicht. Über eine Treppe gelangen wir direkt vom Hotel runter an den Sandstrand. Wir machen einen gemütlichen Strandspaziergang ins Städtchen, wo wir den Tag mit einer Pizza direkt am Strand ausklingen lassen 🙂

Der Tag verabschiedet sich endgültig mit einem wunderschönen, fast schon kitschigen Sonnenuntergang und einem Glas Wein. So lässt es sich leben.

Morgen fahren wir dann das schönste und landschaftlich spektakulärste Stück des Highway 1 bis Monterey.

Tag 28, 04.08.2015 – von Studio City nach Santa Barbara

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Zuerst noch mal durch die mühsame L.A.-Rush-Hour, doch schon bald biegen wir auf den Santa Monica Boulevard ein und nehmen die letzten Meilen der Route 66 unter die Räder. Das Museum hat leider geschlossen, also fahren wir weiter Richtung Westen. Schon bald breitet sich vor uns der Pazifik aus, wir sind am Ziel angelangt! Schnell einen Parkplatz gesucht, und schon stehen wir auf dem Santa Monica Pier, dem offiziellen Ende der Route 66. Noch ein letztes Foto mit dem dazugehörigen Schild, nun haben wir die Mother-Road offiziell beendet. Viele eindrückliche Erlebnisse und Eindrücke der letzten 4 Wochen gehen uns noch mal durch den Kopf, nun freuen wir uns auf die letzten Tage am Meer.

Nach einem Spaziergang über den Pier fahren wir auf den Highway 1, der uns Richtung San Francisco führt. Wir fahren den berühmten Stränden von Malibu entlang und bewundern die schönen Villen und das tiefblaue Meer.

Bei Oxnard führt die Strasse ein Stück vom Meer weg durch Industrie- und Landwirtschaftsgebiet. Da wird uns zum ersten Mal bewusst, wie trocken es im Moment in Kalifornien ist. Ausgetrocknete Felder, wir durchqueren einen richtigen Sandsturm. Bald mündet der Highway in die Interstate 101, der wir nun bis Santa Barbara folgen müssen. Langsam meldet sich der Hunger, wir suchen ein gemütliches Restaurant am Strand. Doch Fehlanzeige, das gibt es hier tatsächlich weit und breit nicht! Wir sehen schon eine Marktlücke, falls wir mal auswandern…

In Carpentieri verlassen wir die Interstate und finden ein schönes Restaurant, halt nicht am Strand. Den Ort werden wir später noch mal sehen…

Schon bald erreichen wir Santa Barbara, einen gut besuchten Urlaubsort am Pazifik. Wir besuchen den Pier und die im spanischen Kolonialstil erbaute Altstadt, inklusive Markt. Nun haben wir naiven Dödels geglaubt, wir finden hier einfach ein Zimmer, das mitten in der Hochsaison. Dieter von der Tourist-Info hat uns nur mitleidig angelächelt; so einfach wird es wohl doch nicht.

Schlussendlich bekommen wir mit ach und krach ein Zimmer im Best Western in: Carpentieri. Also wieder 12 Meilen durch den Feierabendverkehr zurück. Hab ich Zimmer gesagt? Es war nur noch eine riesige Suite frei, mit 2 Zimmern, Küche und Cheminée, leider auch nicht ganz billig 🙂

Morgen geht es dann weiter Richtung Norden.

Tag 27, 03.08.2015 – Universal Studios

Leider war der heutige Tag etwas ein (teurer) Schuss in den Ofen. Am Morgen geht es mit dem Shuttle-Bus in die Universal-Studios. Als erstes machen wir die ca. 1-stündige, sehr interessante und unterhaltsame Studio-Tour, bei welcher man einen schönen Einblick hinter die Kulissen von Hollywood bekommt.

Danach besuchen wir „Water-World“, eine gut gemachte Action- und Stuntshow. Als wir rauskommen, geht gar nichts mehr; unglaubliche Menschenmassen drängen  sich durch den Park, für jede Attraktion steht man nun mind. 90 Minuten an. Das ist nichts für uns, wir verlassen den Park fluchtartig und gehen erst mal in Ruhe was essen. Dann nehmen wir ein Taxi zurück ins Hotel. Dort verbringen wir einen geruhsamen Nachmittag am grossen Pool.

Morgen machen wir dann noch den offiziellen Schluss der Route 66 nach Santa Monica, dann geht es Richtung San Francisco.

Tag 26, 02.08.2015 – von Anaheim nach Studio City

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Heute gab es einen Überbrückungstag, weil wir nicht am Sonntag in die Universal-Studios wollten. Also, was machen wir heute? Mal schnell gegoogelt, schon was gefunden. In Fontana, etwas nordöstlich von Anaheim, hat es eine Rennstrecke mit Dragstrip, dort finden „Street Legal Races“ statt, also viertelmeilenrennen mit strassenzugelassenen Autos.

Dort angekommen, sieht alles etwas verlassen aus, aber wir hören immerhin Motorenlärm. Parkiert und ab auf die Tribüne, dort sitzen ca. 20 Zuschauer, haben wir nun einen Fehler gemacht?

Das ganze ist dann aber doch sehr spassig, es sind Autos querbeet vertreten, vom Pick-up bis zu ein paar Corvetten. Die schnellste Zeit brennt ein alter, unscheinbarer Toyota Corolla in den Asphalt. Mit 10,8 Sek. ist er immerhin über eine Sekunde schneller als eine weisse C7Z06…

Zurück geht es dann über den mühsamen L.A.-Interstate Verkehr. Immer wieder Stop and Go, und hier wird inzwischen gleich idiotisch gefahren, wie bei uns.

Dann kommen wir im Hotel an, der „Sportsman-Lodge“, in der Nähe der Universal-Studios. Hier merken wir gleich, dass wir in Hollywood sind, sehr spezielles Volk hier…

Na ja, L.A. und ich, das wird in diesem Leben keine Liebesbeziehung mehr. Gut, geht es morgen weiter, auf dem Highway 1 Richtung San Francisco.

Tag 25, 01.08.2015 – Anaheim Car Show

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Heute haben wir in Anaheim eine Car-Show beim riesigen Angels-Baseballstadion besucht.

Es war halt eine typische California-BlingBling-Autoshow mit vielen getunten japanischen Fahrzeugen. Die Amis waren fast ausschliesslich mit den neueren Mustangs/Camaros/Challenger vertreten. Zusätzlich gab es eine wirklich hammermässige Driftshow mit diversen Fahrzeugen und Motorrädern. Wir waren nachher schwarz gesprenkelt vom Gummiabrieb 🙂

Am Abend haben sie dann beim Disneyland ein gigantisches 1. August-Feuerwerk steigen lassen…

Morgen verschieben wir dann Richtung Nord-L.A., wo wir am Montag die Universal-Studios besuchen werden.